Sicca-Syndrom: Ursache erkannt – spürbar gelindert

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Sicca-Syndrom: Professionelle Augenheilkunde

Im KölnerWelt Augenzentrum nutzen wir wegweisende Therapieansätze zur Behandlung des Sicca-Syndroms (Trockenes Auge) – maßgeschneidert auf Ihre Bedürfnisse, sanft und nachhaltig.

Unsere spezialisierten Fachärzte behandeln chronische Benetzungsstörungen mit innovativen, schmerzfreien Methoden, um die natürliche Tränenfunktion zu regenerieren und Ihre Augen spürbar zu entlasten.

Vertrauen Sie auf eine exakte Diagnostik, eine individuelle Begleitung und medizinische Exzellenz – damit Sie sich bei Ihrer Augenbehandlung rundum sicher fühlen.

Mann im blauen Polo am Schreibtisch, lächelnd, gestikuliert vor Computer mit Grafiken gegenüber einer Frau im Büro.

Sicca Syndrom: Das Wichtigste in Kürze

Was ist das Sicca Syndrom?

Das Sicca Syndrom, auch als Trockenes Auge bekannt, gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Krankheitsbildern in der modernen Augenheilkunde. Es beschreibt eine chronische Benetzungsstörung, bei der die Tränenflüssigkeit entweder in unzureichender Menge produziert wird oder aufgrund einer fehlerhaften Zusammensetzung zu instabil ist. Was oft harmlos mit einem leichten Brennen beginnt, kann ohne fachärztliche Behandlung die Hornhaut dauerhaft reizen und die Sehqualität sowie das allgemeine Wohlbefinden spürbar beeinträchtigen.

Ein Chirurg in blauem Kittel operiert einen Patienten mit Mikroskop und moderner Ausrüstung im Operationssaal eines Krankenhauses.
Augenarzt im blauen OP-Kittel untersucht das Auge eines Patienten mit einer Spaltlampe; der Patient hält seine Stirn gegen die Gerätehalterung.

Woher kommt das Sicca Syndrom?

Die häufigste Ursache für ein Sicca Syndrom ist eine Störung des Tränenfilms. Diese entsteht meist, wenn die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet oder von den Tränendrüsen nicht in ausreichender Menge produziert wird. Ein instabiler Tränenfilm führt dazu, dass die schützende Schicht auf der Augenoberfläche aufreißt, wodurch die empfindliche Horn- und Bindehaut allmählich gereizt wird. Da dieser Film für eine klare Sicht und den Schutz des Auges verantwortlich ist, kann seine Beeinträchtigung zu chronischen Entzündungen und dauerhaften Reizzuständen führen.

Sicca Syndrom – Ursachen auf einen Blick

  • Störung der Meibom-Drüsen: Verstopfte Drüsen am Lidrand führen zu einem Mangel an Lipiden (Fetten) im Tränenfilm, wodurch die Flüssigkeit zu schnell verdunstet.
  • Umwelteinflüsse & Lebensstil: Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen, Wind oder langes Arbeiten am Bildschirm („Office-Eye“) belasten die Augenoberfläche.
  • Alterungsprozess: Mit zunehmendem Alter sinkt die natürliche Produktion von Tränenflüssigkeit, was häufig zu Trockenheit führt.
  • Hormonelle Veränderungen: Besonders in den Wechseljahren oder während einer Schwangerschaft kann der Hormonhaushalt den Tränenfilm beeinflussen.
  • Medikamente & Vorerkrankungen: Die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Betablocker, Antihistaminika) oder Erkrankungen wie Diabetes und Rheuma können die Tränenproduktion hemmen.
  • Kontaktlinsen: Das dauerhafte Tragen von Kontaktlinsen kann die natürliche Benetzung des Auges stören und Reizungen begünstigen.

Wie macht sich das Sicca Syndrom bemerkbar?

  • Schleichender Beginn: Anfangs äußert sich das Sicca Syndrom oft durch ein leichtes Brennen, Jucken oder ein sandkornartiges Fremdkörpergefühl, das im Tagesverlauf zunimmt.
  • Typische Warnsignale: Gerötete Augen, müde Lider und eine schwankende Sehschärfe – insbesondere beim Lesen oder bei der Bildschirmarbeit – sind charakteristische Anzeichen.
  • Paradoxe Symptome: Ein häufiges Merkmal sind plötzlich tränende Augen. Dieser paradoxe Effekt tritt auf, wenn das Auge versucht, die Trockenheit durch eine verstärkte Produktion minderwertiger Tränenflüssigkeit auszugleichen.


Typische Anzeichen wie chronische Augenreizungen, eine schwankende Sehschärfe oder eine dauerhafte Lichtempfindlichkeit zeigen sich oft erst bei zunehmender Ausprägung. Da eine fortgeschrittene Schädigung der Augenoberfläche langwierige Behandlungen erfordert, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend.

Sicca Syndrom – Diagnose

Die Diagnose des Sicca Syndroms erfolgt systematisch, um aus der Vielzahl an Ursachen die individuell richtige Therapie abzuleiten.

  1. Anamnese und Beschwerdeprofil: Im ersten Gespräch werden die spezifischen Symptome erfasst. Dabei wird geklärt, ob die Augen eher brennen, tränen oder ob ein Fremdkörpergefühl dominiert und in welchen Situationen (z. B. Bildschirmarbeit, Wind) die Beschwerden zunehmen.
  2. Spaltlampenuntersuchung: Mit einem speziellen Mikroskop wird die Augenoberfläche im Detail betrachtet. Hierbei lassen sich Entzündungszeichen an den Lidkanten sowie der Zustand der Bindehaut und Hornhaut beurteilen.
  3. Beurteilung der Tränenquantität (Schirmer-Test): Mithilfe kleiner Teststreifen kann gemessen werden, ob das Auge eine ausreichende Menge an wässriger Tränenflüssigkeit produziert.
  4. Analyse der Tränenqualität (Break-up Time): Durch das Anfärben des Tränenfilms mit einem speziellen Farbstoff (Fluoreszein) wird gemessen, wie lange der Film stabil bleibt, bevor er aufreißt. Dies gibt Aufschluss über die Qualität der schützenden Lipidschicht.
  5. Meibographie (Bildgebung): In diesem Schritt werden die Meibom-Drüsen mittels Infrarot-Licht sichtbar gemacht. So lässt sich feststellen, ob die Drüsen verstopft oder bereits zurückgebildet sind – eine der häufigsten Ursachen für das Trockene Auge.

Behandlungsmöglichkeiten bei Trockenen Augen

Die Therapie des Trockenen Auges ist so individuell wie seine Ursachen. Ziel jeder Behandlung ist es, den Tränenfilm zu stabilisieren, die Augenoberfläche zu schützen und Entzündungsprozesse zu stoppen.

  • Tränenersatzmittel (Ersatztherapie): Die Basisbehandlung erfolgt meist durch Augentropfen, Gele oder Sprays. Diese „künstlichen Tränen“ befeuchten die Oberfläche und lindern akute Beschwerden. Je nach Bedarf werden Präparate mit unterschiedlicher Viskosität oder speziellen Wirkstoffen wie Hyaluronsäure eingesetzt.
  • Lidrandhygiene und -pflege: Bei einer Fehlfunktion der Meibom-Drüsen ist die tägliche Pflege entscheidend. Durch warme Kompressen oder spezielle Masken wird das verhärtete Sekret in den Drüsen verflüssigt und kann anschließend durch sanfte Massage ausgestrichen werden, um die natürliche Fettschicht des Tränenfilms zu regenerieren.
  • Physikalische Therapien (IPL): Moderne Verfahren wie die IPL-Lichttherapie (Intense Pulsed Light) zielen darauf ab, die Funktion der Meibom-Drüsen nachhaltig zu reaktivieren. Durch Lichtimpulse werden Entzündungen gehemmt und die Ölproduktion angeregt, was oft eine langfristige Besserung ohne tägliche Tropfen ermöglicht.
  • Entzündungshemmende Therapie: Liegt eine chronische Entzündung der Augenoberfläche oder der Lidkanten vor, können verschreibungspflichtige Augentropfen (z. B. mit Cyclosporin A oder Cortison) eingesetzt werden, um den Teufelskreis aus Trockenheit und Entzündung zu durchbrechen.
  • Punctum Plugs (Verschluss der Tränenpünktchen): Um die vorhandene Tränenflüssigkeit länger auf dem Auge zu halten, können die Abflusskanäle mit winzigen Silikon- oder Kollagenstiften kurzzeitig oder dauerhaft verschlossen werden.
  • Ernährung und Lebensstil-Anpassung: Die gezielte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren sowie eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme unterstützen die Tränenqualität von innen. Auch Optimierungen am Arbeitsplatz (Bildschirmeinstellung, Luftbefeuchter) tragen wesentlich zum Therapieerfolg bei.

Wird die Behandlung von Krankenkassen übernommen oder unterstützt?

Die Frage der Kostenübernahme beim Sicca Syndrom hängt stark von der gewählten Therapieform und dem Versichertenstatus ab. Da das Trockene Auge oft als chronische Befindlichkeitsstörung eingestuft wird, gibt es deutliche Unterschiede in der Erstattung:

  • Gesetzliche Krankenkassen (GKV): Die Grundversorgung, wie die diagnostische Spaltlampenuntersuchung, wird in der Regel übernommen. Die meisten Tränenersatzmittel (Augentropfen) gelten jedoch als „nicht verschreibungspflichtig“ und müssen von Patienten über 18 Jahren selbst bezahlt werden. Eine Ausnahme besteht bei schweren Verlaufsformen oder bestimmten Grunderkrankungen (z. B. Sjögren-Syndrom) – hier können spezielle Präparate auf Kassenrezept verordnet werden.
  • Private Krankenversicherungen (PKV) & Beihilfe: Private Versicherer übernehmen die Kosten für Diagnostik und notwendige Medikamente meist im vollen Umfang, sofern diese medizinisch begründet sind. Auch moderne Therapieverfahren werden häufig erstattet, es empfiehlt sich jedoch, vorab einen Heil- und Kostenplan einzureichen.
  • Moderne Spezialleistungen (IGeL): Innovative Verfahren wie die Meibographie (präzise Bildgebung der Drüsen) oder die IPL-Lichttherapie sind aktuell meist individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). Diese müssen von gesetzlich Versicherten selbst getragen werden, bieten jedoch oft den entscheidenden Vorteil für eine langfristige Beschwerdefreiheit.
  • Steuerliche Absetzbarkeit: Nicht erstattete Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen und Medikamente können unter bestimmten Voraussetzungen als „außergewöhnliche Belastungen“ steuerlich geltend gemacht werden.

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Häufige Fragen unserer Patienten:

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Das sagen unsere zufriedenen Patienten

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